- Ziel
- Farbe, Reinheit oder Stabilität verändern
- Prüfung
- je nach Verfahren nur im Labor sicher
- Kaufregel
- Behandlung schriftlich dokumentieren
Behandlungen können Farbe, Reinheit oder Haltbarkeit verändern. Entscheidend sind eine korrekte Bezeichnung, eine verständliche Deklaration und passende Pflegehinweise.
Warum Edelsteine behandelt werden
Viele Verfahren verbessern Farbe oder Erscheinungsbild, stabilisieren Risse oder erleichtern die Verarbeitung. Eine Behandlung macht einen Stein nicht automatisch minderwertig; ihr Ausmaß, ihre Haltbarkeit und die Offenlegung sind für einen fairen Vergleich jedoch wesentlich.
Erhitzen
Wärmebehandlung ist bei Rubin und Saphir häufig und kann Farbe sowie sichtbare Einschlüsse verändern. Auch viele Citrine entstehen durch Erhitzen von Amethyst. Temperatur, Zusätze und Ergebnis unterscheiden sich je nach Material.
Ölen, Harzen und Rissfüllung
Smaragde werden häufig mit Öl oder Harz behandelt, um oberflächenreichende Risse weniger sichtbar zu machen. Glasfüllungen bei Rubin können die Optik stark verändern und beeinflussen Haltbarkeit, Reparatur und Reinigung erheblich.
Färben, Bestrahlen und Beschichten
Achat und Jade können gefärbt werden. Bestrahlung und anschließende Wärme erzeugen viele blaue Topase. Dünne Beschichtungen liefern Fantasiefarben, sind aber empfindlicher gegen Abrieb und Chemikalien.
Synthesen, Imitationen und zusammengesetzte Steine
Ein synthetischer Stein besitzt im Wesentlichen die gleiche chemische Zusammensetzung wie sein natürliches Vorbild, wurde aber technisch erzeugt. Eine Imitation ahmt nur das Aussehen nach. Dubletten und Tripletten bestehen aus mehreren verbundenen Schichten.
Was in eine gute Deklaration gehört
Verlangen Sie die klare Materialbezeichnung, natürliche oder synthetische Entstehung, bekannte Behandlung, Maße, Gewicht und besondere Pflegehinweise. Bei wertvollen Steinen kann ein unabhängiger Laborbericht sinnvoll sein.
